Was wir tun?

Märchen und Geschichten erfinden ! Das neue Werk 


Das zweite Werk, welches nun auch fertig ist ist, hat den Titel

  DER weltliche INQUISITOR

Kreative Planung

Es ist eine Zusammenarbeit mit neobooks.com


Leseprobe 

Der weltliche Inquisitor

Der weltliche Inquisitor
Leseprobe

 „Gehen wir zur Abendandacht!“ brummelte Ofterdingen. „Ha,“ lachte Karl, „Abendandacht, ich glaube Mitternacht steht kurz bevor!“ Ofterdingen der viel Wert seinem Seelenheil widmete, schlug vor: „Lassen wir uns doch von Bruder Severus die Absolution erteilen, auf zur Kapelle!“ Karl der nicht so ein eifriger Kirchgänger war, Severus tadelte ihn deswegen des Öfteren, stimmte murrend zu. Zur Kapelle war ein kurzer Weg über den Hof. Weiter weg huschte eine Person in den Eingang, der zu den kaiserlichen Gemächern führte. „War das nicht Bruder Gottlieb? So spät noch unterwegs?“ fragte Karl. Ofterdingen: „Was Bruder Gottlieb? Ich habe auch jemand gesehen, aber Gottlieb, der ist doch viel dicker!“ Beide betraten die Kapelle. „Hallo, Severus, Kundschaft!“ rief Karl fröhlich. Einige Kerzen flackerten durch die eingetretenen Personen. Keine Antwort. Sie betraten die Sakristei, die Tür stand weit offen. Bruder Severus saß auf einem Sessel, der Kopf hing nach vorn. Blut auf dem Boden. Als sich der erste Schreck gelegt hat, hob Karl Severus Kopf an. Er sah ein großer Blutfleck an der Brust. Ofterdingen sprang hinzu: „Der ist tot! Ich schätze erstochen. Keine Reaktion der Abwehr! Sitzt einfach so da! Der Ausdruck des Toten nicht etwa schmerzverzerrt, sondern erstaunt! Ja, Severus hat vor seinen Tod irgendwas gesehen, was ihn total erstaunte!“ Karl sah auf den Boden. „Schaut mal Herr Marschall, hier dahinter, da stand der Mörder!“ „Tatsache, da hier wohl sehr wenig gereinigt wurde zeigen sich deutlich Spuren! So von hinten…“ Ofterdingen stellte sich hinter den Toten. Mit einer Armbewegung deutete er an, wie der Mörder gehandelt haben muss! „Ach nicht gut!“ bemerkte Karl, „Die Spuren sind verdorben, man hätte wenigstens erkennen können ob Stiefel oder Sandale, große oder kleine Füße!“ Ofterdingen blickte schuldbewusst auf seine Füße und die Abdrücke die sich noch deutlich abzeichneten. 

Weitere Leseprobe Inquisitor

Nur schöne Frauen

Das Herz klopfte Karl fast bis zum Hals, als er vor der kaiserlichen Kemenate wartete. Die Schönheit, Klugheit und Herrlichkeit der Kunigunde von Österreich, wurde von allen Minnesängern gepriesen. Jeder Mann im Lande hätte viel gegeben, um ihrer Ansichtig zu werden. Ihr Freund, der um ihre Hand anhalten wollte, soll vor einem halben Jahr bei einem Jagdunfall, unter mysteriösen Umständen, ums Leben gekommen sein. Man sagte auch, dass sie das ganze Gegenteil ihres Bruders ist. Großherzig, bescheiden, leutselig und barmherzig. Was ist nun wahr? Auch die Schönheit neben ihm, trotz des fahlen Lichts waren ihre feinen Gesichtszüge gut zu erkennen, beschleunigten sein Herzschlag. Just in diesen Moment öffnete sich die Tür. Die schöne Isabella wies ihm den Weg. Vorbei an Gewändern und Kleidern gelangte er in das eigentliche Zimmer. „Aha, ein diskreter Nebeneingang!“ stellte Karl für sich fest. „Er wird also unser Inquisitor!“ sagte eine junge Dame, die in der Mitte des Raumes saß und Augenscheinlich von mehreren Zofen gerade angekleidet wurde. Die Unterwäsche hatte sie schon an, aber mehrere Zofen versuchten, ein sehr üppiges Kleid, über den Kopf der Dame zu bringen, was schließlich auch gelang. Karl ließ seinen Blick schnell zu der begleitenden Isabella wandern um nicht unhöflich zu erscheinen. „Unser junger Freund hat sogar Manieren! Na Isabella da habt ihr es doch nicht so schwer wie ich dachte. Leider habe ich nicht die Zeit euch in einer offiziellen Audienz zu empfangen, andererseits braucht auch niemand davon Wissen. Isabella, habt ihr Ofterdingen mein Schreiben übergeben?“ „Ja, sicher doch Majestät!“ war aus dem Mund der Schönen zu hören. Karl war erstaunt, nichts mitbekommen, dass ein Schreiben übergeben wurde. „Es war auch der Ofterdingen, ganz sicher? Wenn das Briefchen in falsche Hände kommt, dann Gnade uns Gott!“ „Der Herr hat sich vorgestellt, er sagte: Marschall Georg von Ofterdingen.“ sprach Isabella mit etwas unsicherer Stimme. Kuno wollte ihr beistehen und sagte: „Ich kann es bezeugen, es war Ofterdingen!“
Statt aber einer erwarteten Dankbarkeit, zischte Isabella ihn an: „Man hat -euch- nicht gefragt!!“ „Schon gut mein Kind,“ fuhr nun die vollkommen bekleidete Dame fort, „Dazu seid ihr ja da, den jungen Herren hier, die Manieren und Gepflogenheiten des Hofes beizubringen.“ Karl merkte wie er errötete, owei, das hat gesessen, Bruder Severus hat recht, nicht auffallen! Daher sagte Karl nichts, sondern machte als Entschuldigung eine recht ordentliche Verbeugung. „Er lernt schnell!“ stellte die Dame fest und winkte Karl heran. Als Karl vor ihr stehen blieb, beugte sie sich vor, so dass ihm ein tiefer Einblick in ihr Dekolleté beschert wurde. Kaum hörbar flüsterte sie: „Nicht mein Bester, seid ihr erst mal Inquisitor, werdet ihr auch den Todt meines Freundes Corvinus aufklären, versprochen? Isabella wird euch dafür die Feinheiten der Diplomatie beibringen. Abgemacht?“ „Ich diene euch, solange Leben in mir ist!“ war Karls Antwort. Das war seine Stärke, wie die Situation auch ist, auf den Mund gefallen ist Karl nicht. Er bemerkte, wie die Dame, ihn von oben bis unten, musterte. Plötzlich, aus heiterem Himmel, hörte er die Dame sagen, ganz laut und deutlich: „Ausziehen!“ Alle Farbe wich aus seinem Gesicht. Hilfesuchend blickte er zu Isabella. Diese aber grinste wie ein Honigkuchenpferd. Dann die Erlösung! Alle anwesenden Damen brachen in schallendes Gelächter aus! Isabella stürzte nach vorn, ergriff Karls Hand und hauchte: „Die Audienz ist beendet, rückwärts hinaus, mit Verbeugung.“

„Meine Herrin ist für ihre derben Späße bekannt, wusstet ihr das nicht?“ fragte Isabella mit einem Schmunzeln.